Denkmal

Erste Überlegungen zu einer monumentalen Darstellung Mösers in dessen Geburtsstadt stammen bereits aus dessen Todesjahr, verliefen jedoch im Sande. Der Gedanke, den großen Sohn Osnabrücks mit einem herausragenden Denkmal zu ehren, wurde erst vier Jahrzehnte später (1832) mit der Gründung des so genannten „Möser-Vereins“ erneut aufgegriffen. In ihm schlossen sich einflussreiche Persönlichkeiten – unter ihnen etwa der Weihbischof sowie führende Vertreter der Politik – zusammen, um die Idee zur Errichtung eines Denkmals für den „um das ganze vormalige Hochstift Osnabrück hochverdienten, in der ganzen gebildeten Welt verehrten“ Möser zu propagieren und Mittel für die Realisierung zu beschaffen. Es gelang, im gesamten Deutschen Reich in einem solch hohen Maße Unterstützer zu mobilisieren, dass anstelle einer ursprünglich geplanten großen Büste das noch heute existierende Denkmal errichtet werden konnte. Als Bildhauer wurde 1833 Johann Friedrich Drake (1805-1882), ein Schüler des seinerzeit überaus geschätzten Berliner Künstlers Christian Daniel Rauch (1777-1857), gewonnen. Nach drei Jahren wurde das vollendete Standbild am 12. September 1836 in einem großen Festakt auf der Großen Domsfreiheit in Osnabrück feierlich enthüllt.

Die Bronzestatue zeigt Möser überlebensgroß im bodenlangen Mantel, der ihn als Gelehrten kenntlich macht. Hinzu kommen ein Buch und eine zusammengerollte Urkunde als Hinweise auf seine Verdienste als Literat und Historiker. Bis heute zählt das Standbild – eines der frühesten ganzfigurigen deutschen Denkmäler eines Bürgerlichen – zu den sichtbarsten Erinnerungen an Justus Möser in Osnabrück.

Ha! seht! Enthüllt glänzt das herrliche Bild.

Einweihung des Möser-Denkmals 1836